Newsletter 03/2025

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DAS ECHTE LEBEN

Spiritualität und das "echte Leben" scheinen oft zweierlei zu sein. Wir erleben in uns immer wieder eine Spannung zwischen dem, was wir "eigentlich" sein wollen, und dem, was sich unwillkürlich in unserem Denken, Fühlen und Handeln ausdrückt - und dann den Rückzug ins Bekannte und die Verteidigung von Grenzziehungen.
Der Weg zu einem neuen Menschsein verlangt von uns unter anderem den Mut, Grenzen aufzugeben und uns dem Universellen, Allganzen im Innersten zu nähern. Wie geht man die Schritte dieses Weges?
Zwei neue Publikationen des Rosenkreuz Verlages werfen Licht auf dieses Thema: Sie wecken die Freude, sich selbst neu zu entdecken und machen Mut, im tiefsten Sinne zu sich selbst zu stehen.

STREIFLICHTER BAND 2 "LEBENsKUNST" IST ERSCHIENEN.
Kunst ist eine Expedition ins Unbekannte, eine Suche nach dem "Einen". Dieser Band erforscht, wie das „Eine“ in die sichtbare Kunst kommt, wie es dem einzelnen Künstler gelingt, das „Eine“ in die „Farben“ der vielfältigen Erscheinungen zu führen. Und er stellt die Frage, was die subtile Verbindung mit dem "Einen" für das Leben der Menschen bedeuten kann, indem sie zu einer echten Lebenskunst wird, einer Verbindung, die nicht abgehoben in Salons und Galerien zelebriert, sondern Teil einer gesellschaftlich gelebten Realität werden kann.

Die Essays in dem Band beleuchten, wie Kunst im Lauf der Jahrhunderte diese Suche aufgefasst hat, welche Kunst wir heute brauchen, was sie bewirken kann und schließlich, wie Kunst und gelingendes Leben einander spiegeln und befruchten können.
LEBENsKUNST - Streiflichter Band 2 | Rosenkreuzverlag

STREIFLICHTER BAND 2: DER MALENDE MENSCH

Der belgische Maler Emiel de Keyser entfaltet in seinem Essay "Der malende Mensch" eine Philosophie der offenen, leeren Hand. Hier schreibt er unter anderem:
"Der Maler macht das Unsichtbare sichtbar, um durch das Sichtbare den Betrachter zu dem Unsichtbaren in sich selbst zu führen. [...] Eine Hand ist frei und leer, wenn es keinen Grund mehr gibt, eine Faust zu ballen. Die Qualität des Gemäldes ist unmittelbar von der Freiheit der Hand abhängig. Es ist selbstverständlich, dass ein Maler, der etwas von dem Geheimnis der freien Hand ahnt, nicht vom einen auf den anderen Tag mit einer freien Hand malen kann. Die Voraussetzung ist Üben – und nicht nur im Atelier. Die Faust muss man in allen Lebensaktivitäten öffnen und verlieren. Das Betreten des Malerateliers mit einer geballten Faust, die sich nur öffnet, um einen Pinsel zu greifen, kann nie zu einem befreienden Kunstwerk führen. Die Hand freizumachen ist keine Unmöglichkeit."
LEBENsKUNST - Streiflichter Band 2 | Rosenkreuzverlag

LOGON 23 "MUT" IST ERSCHIENEN.

Das Besondere an unserer Welt ist, dass Innen und Außen nicht immer eine Einheit bilden. So hat das Leben oft etwas Doppelbödiges, wirkt es zerrissen. Manchmal bekommt es etwas Entmutigendes, wenn wir versuchen, eine der beiden Welten zu ignorieren, um die andere gefahrloser leben zu können. [...] 
Die mutigsten Fragen, die sich ein Mensch oder vielleicht die Menschheit stellen können, sind kurz und prägnant: Wer bin ich? Woher komme ich? Und wohin gehe ich? Diese Fragen mögen vielleicht zu Beginn eine philosophische Spielerei sein. In dem Moment jedoch, in dem sie einen existentiellen Charakter annehmen, [...] stehen wir vor der Frage, ob wir den Mut besitzen, sie beherzt in ihrer ganzen Radikalität anzunehmen, die Oberflächlichkeit zu verlassen und mutig das Außen wieder mit dem Innersten zu verbinden. (aus dem Editorial von Heiko Haase)

Logon Ausgabe 23 - 2025 - Mut | Rosenkreuzverlag

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Wo findet man den Mut, das eigene Leben neu zu führen, ja, im umfassenden Sinn eine Kunst des Lebens anzustreben? Ich finde, die Urlaubszeit ist eine gute Möglichkeit dazu.
Wer sich eine Auszeit nehmen kann, nimmt dabei unter anderem Abstand von vielen echten wie auch vermeintlichen Zwängen des Alltags, mithin vom "alten Menschen". Man gönnt sich eine "kleine Flucht", aber man kann durchaus mit freiem Kopf und einem offenen Herzen von ihr zurückkehren: und guten Mutes, dass die tägliche Arbeit an der LEBENsKUNST sich lohnt. 
In diesem Sinne wünscht eine erfrischende Lektüre

Ihre Angela Paap

 

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